Japanreise Ostern 2004 - Eine Zen-Pilgereise nach Kyoto

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Rinzai-Zen-Kreis München

Japan-Reise'04 BUGA05
Pagode

Japanreise Ostern 2004

Ostern 2004 organisierte Genpo Osho und seine Frau Toshiko eine Zen-Pilgerreise nach Japan. Teilnehmer waren Mitglieder, Freunde und Förderer der Hakuin-Zen-Gemeinschaft Deutschland e.V. (HZG). Natürlich waren auch einige 'Münchner' mit dabei. Diese Zen-Pilgerreise führte uns zu den spirituellen Wurzeln in Japan und gab so die Gelegenheit der direkten Begegnung mit authentischem Zen. Es gab viele wunderbare Momente, große und kleine, und ebenso viel Überraschendes (für die, die zum erstenmal nach Japan gereist waren) zu erleben. Ausführliche Berichte darüber erscheinen demnächst in einem Sonderheft unserer Zeitschrift ZENSHIN.

Ziel der Reise war zunächst der von sanften Hügeln umgebene kleine Ort Inukai, der in der Nähe von Kameoka liegt. Nach Kyoto sind es mit Bus und Bahn ca. noch eine knappe Stunde. In Inukai befindet sich das internationale Zenzentrum Jotokuji und der Tokuji-Tempel von Hozumi Gensho Roshi, Patronat des Bodaisan Shoboji in Dinkelscherben (Augsburg). Untergebracht für 10 Tage waren wir im Jotokuji selbst und im nahegelegenen Gästehaus. An 2 Tagen fand auch ein Sesshin mit Hozumi Roshi statt. Die beiden letzten Tage verweilten wir in der ehemaligen alten Hauptstadt Nara, die ca. 60km südöstlich von Kyoto liegt.

Besondere Höhepunkte der Reise waren natürlich die Ausflüge nach Kyoto zu den zahlreichen kulturellen Sehenswürdigkeiten (z.B. Kaiserpalast und Kyoto-Museum mit der aktuell gezeigten Hakuin-Austellung) und vor allem die Besichtigungen der ebenso weitläufigen wie beeindruckenden Tempelanlagen mit den sehr schönen Zengärten, die den Besucher zu längerem Verweilen einladen. Absolute Highlights waren aber die persönlichen Einladungen in den Zenklöstern: Beim Kanjo des Myoshinji (Oberhaupt der bedeutensten Rinzai-Zen-Linie in Japan), Nishikato Roshi, ferner im Nanzenji-Tempel (obwohl man dort gerade sehr mit der 700 Jahr-Feier beschäftigt war) und im Enpukuji, mit einem besonders herzlichem Empfang.

In guter Erinnerung bleibt auch unser kleines Abenteuer auf dem Ausflugsboot an Ostersonntag, das uns auf dem Hozugawa-River durch die waldreiche Hügellandschaft von Kameoka bis nach Kyoto führte. Schildkröten und Reiher sonnten sich an den Ufern des Hozugawas, während wir durch sanfte Stromschnellen unserm Ziel entgegentrieben.

Die beiden letzten Tage in Nara waren dann eine Begegnung mit den frühen Ursprüngen des japanischen Buddhismus. Sicher waren wohl alle Teilnehmer über hohe künstlerische Ausdruckskraft der dargestellten Buddhas, Bodhisattvas und verschiedener Wächterfiguren erstaunt. Unvergeßlich auch der 16m hohe sitzende Buddha aus Bronze. Leider geht auch die schönste Reise mal dem Ende zu.

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